Galery
Visited Lost Places
Explorations in the Ruhr Region
Since the 1990s, I explored places that would later be called lost places together with my husband, my son Milan, and friends; long before the term became
common. During that time, the structural transformation of the Ruhr region left behind numerous abandoned industrial sites, as well as deserted houses
and workers' settlements that reflected the everyday life and stories of the people who lived there.
Many photographs were taken on these tours. I was particularly drawn to old, traditional buildings bearing visible traces of their history - places
that preserved memories of work, community, and change, often quietly but with great intensity. Many of the captured motifs soon gained historical
significance, as industrial plants, factory buildings, and former miners' settlements were demolished or completely transformed. This includes
the Minister Stein and Rheinhausen coking plants, which disappeared in the early 2000s.
For about a decade now, I no longer pursue this former passion. Today, the Ruhr region offers almost no lost places with authentic industrial
heritage; the remaining vacant sites are interchangeable and no longer resonate with me.
The photographs shown here therefore do more than depict abandoned locations. They preserve an irretrievable chapter of the industrial
and everyday history of the Ruhr region.
| Two icons who shaped the identity of the Ruhr region… |
Quarry Listertal
At the loading site in Kram/Hunswinkel, operated by Basalt GmbH, material was once regularly transported by rail. Today, most
of it is moved by truck. Although rail transport would still be suitable at this location, even if more ballast trains were to run through
the Ihnetal again, the receiving destinations would also need functioning rail connections.
Since this is rarely the case anymore, what remains is the railway romance of a bygone era - a quiet technical relic.
Lost Riding Farm
A once-traditional riding farm, abandoned and left to decay - and above all, exposed to vandalism. Encountering this place evoked sadness
and anger, especially seeing the senseless destruction of furniture and interior pieces from the Gründerzeit, Art Nouveau, and Art Deco periods.
A site that once carried history, now preserving only the traces of what it used to be.
House on Feldstraße, Herten
This fascinating building, more than a hundred years old and featuring a double cross gable, pilaster strips, corner pilasters, and both gable
and floor cornices, had to make way for a new structure. The replacement was erected quickly in today's minimalist construction style.
A quiet loss of historic architecture in favor of functional modernity.
Delta Musik Park
The Delta Musik Park, located near the Duisburg-Nord motorway interchange and directly adjacent to the Friedrich Thyssen 4/8 coking plant, opened in February 1996.
Declining visitor numbers eventually forced the closure of the venue, much like many other large-scale nightclubs of that era.
When the final party took place on 31 May 2014, the operator had already filed for insolvency. A new owner took over in March 2015,
inheriting all liabilities of the former operating company "dmp". The burden of these outstanding debts quickly overwhelmed him, and the "Tentorium"
was only granted a brief existence.
In October 2016, the doors of this large-scale nightclub closed for good - and today, nothing of it remains.
Bahnhof Westerholt
The former Westerholt station in Herten was located on the Hamm–Osterfeld railway line, one of the major freight corridors leading into
and out of the Ruhr region. On 1 May 1905, the first train on the new Hamm–Osterfeld route arrived in Westerholt, and the station quickly became well frequented.
In 1928, passenger traffic reached impressive numbers: 111,105 long-distance tickets sold. Baggage operations were also active, with 452 dispatched and 458 received items.
The station building no longer exists: it has been demolished, and the site has since been cleared.
Siedlung "Schlägel & Eisen"
Die Schlägel & Eisen-Siedlung in Gladbeck-Zweckel wurde 1913 im Stil einer Gartensiedlung von einer privaten Gladbecker Baugesellschaft geplant und errichtet.
Nun viele Jahre leerstehend schreiten die Abbrucharbeiten voran.
Bergbau-Berufsschule
Die Bergbauberufsschule Zweckel stand offensichtlich schon viele Jahre leer und war dem Vandalismus hilflos ausgesetzt. Keine Fensterscheibe war mehr ganz.
Aber es kam noch schlimmer:
am 10. Juli 2016 brannte die Bergschule Zweckel nieder. Der Brand wurde erst spät am Abend gemeldet, da das Gebäude versteckt in einem Waldstück steht.
Das Dach des historischen Gebäudes stand da schon lichterloh in Flammen. Nun ist das Gebäude stark einsturzgefährdet.
Was nun mit dem letzten historischen Bergwerksgebäude in Gladbeck geschieht entzieht sich meiner Kenntnis.
Kräuterhof in Herten
Das Kräuterhof-Gelände war einst Stammsitz der Familie Schweisfurth und bis zur Insolvenz Betriebsstätte der "Casserole".
Georg Schweisfurth, Urenkel des Unternehmensgründers Ludwig Schweisfurth, scheiterte mit dem Versuch,
das bundesweit bekannte Unternehmen "Casserole" mit Hunderten Mitarbeitern zu sanieren und dem romantischen Kräuterhof mit Biergarten
und Wirtshaus wiederzubeleben. Auch folgende Investoren waren ideenlos und schließlich wurde dem Abriß zugestimmt.
Gebäude Ewald Schacht V
Im Jahre 1907 war Teufbeginn des Schachtes V als Wetterschacht für die Zeche Ewald. Mitte der 20er Jahre wurde der Schacht vorübergehend Förderschacht.
Im Jahre 1996 wurde der Schacht aufgegeben, die Gebäude bis auf dieses und dem Pförtnerhaus abgerissen.
Zentralförderschacht Blumenthal/Haard
Die Zeche Shamrock wurde am 21. März 1856 in Herne gegründet. Der Name ist abgeleitet vom irischen Nationalsymbol, dem Kleeblatt,
da das Bergwerk von irischen und belgischen Kapitalgebern finanziert wurde. Schacht 11 wurde auf der Schachtanlage Shamrock 3/4 im Jahre 1957 abgeteuft.
Zehn Jahre später, am 31. Oktober 1967, wurde die Zeche Shamrock stillgelegt. Die Schachtanlage 1/2/6/9 komplett
und auf der Schachtanlage 3/4/11 die Schächte 3 und 4. Jedoch Schacht 11 sollte fortan als Hauptförderschacht
der Zeche General Blumenthal dienen. Am 1. Oktober 1992 wurde von der Ruhrkohle AG der Beschluß umgesetzt,
die Zeche General Blumenthal in Recklinghausen mit der Zeche Ewald Fortsetzung in Oer-Erkenschwick zusammenzulegen.
Seitdem führte Schacht 11 den Namen "Zentralförderschacht Blumenthal/Haard 11".
Der letzte Förderwagen im Schacht Blumenthal 11 wurde am 30. Juni 2001 ans Tageslicht gehoben.
Verwaltungsgebäude der Kokerei Alma
Die Kokerei Alma wurde von Fritz Schupp und Martin Kremmer in Zusammenarbeit mit entsprechenden Architekten und Ingenieuren gestaltet.
Das Verwaltungsgebäude wurde im Jahre 1927 im Stile des Backsteinexpressionismus errichtet.
Die Kokerei verfügte über zwei Koppers-Verbundofenbatterien. Das zu Unterfeuerung benötigte Schwachgas lieferten die Hochöfen des Schalker Vereins,
der auch Abnehmer des produzierten Kokses war. Ferner wurden Teer, Naphthalin, Benzol und schwefelsaures Ammoniak gewonnen.
Aus den Kokereiabwässern wurde Phenol gewonnen. Ebenfalls war das Hochofenwerk Schalker Verein Hauptabnehmer des gereinigten Starkgases und nur
ein kleiner Teil des verdichteten Kokereigases wurde als Stadtgas in das Ruhrgasnetz eingespeist.
Die Kokerei wurde im Jahre 1963 stillgelegt und bis auf das Verwaltungsgebäude abgebrochen.
Das ehemaligen Betriebsgelände der Kokerei wurde von 1969 bis in die 1980er Jahre für Autospeedway-Rennen genutzt (Motodrom Gelsenkirchen).
Im Jahre 1982/1983 wurde das denkmalgeschützte Gebäude mit Mitteln des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe restauriert und
für einige Jahre als Firmenstandort genutzt.
Heute verfällt das Gebäude, indem es Wind, Wetter und Vandalismus schutzlos ausgeliefert ist.
Kokerei Rheinhausen
Der letzte Ofen der Hüttenkokerei Rheinhausen, der Ofen 333, wurde am 17.08.1993 um 20:47 gedrückt. Nach dem Abbruch
des Krupp-Hüttenwerkes in Duisburg-Rheinhausen und der angegliederten Kokerei entstand auf dem
riesigen Areal ein Zentrum für Logistikunternehmen unter dem Namen Logport I.
Kokerei Minister Stein
Die Kokerei Minister Stein in Dortmund Eving. Der letzte Koks wurde 30. September 1987 gedrückt. Einige Relikte blieben jedoch bis 2002/2003 erhalten. Darunter die markanten Kühltürme und der Gasometer, den ich leider aber nicht ablichtete 😒
Schacht IV der Zeche Osterfeld
Teufbeginn für Schacht 4 der Zeche Osterfeld war im Jahre 1913. Dieser Wetterschacht war nötig, da die weitere Ausdehnung des
Grubengebäudes eine bessere Bewetterung erforderte. Der Schacht befand sich im Nordfeld, 1,7 Kilometer nördlich der Schächte 1 bis 3.
Der beim Abteufen anfallende Abraum wurde zu einer flachen Halde aufgeschüttet, auf die der markante 43 m hohe Turm im Jahre 1923/24 errichtet wurde.
Der Entwurf für diesen Turm stammte von dem ortsansässigen Architekt Toni Schwingen in Zusammenarbeit mit dem Baubüro der Gutehoffnungshütte.
Das Innere des Förderturms bildet eine Tragkonstruktion aus Stahl, außen sind Stahlfachwerkfassaden
vorgehängt. Nach oben verjüngt sich der Turm in zwei Stufen, bevor er mit einem Zeltdach abschließt.
Eigentlich sollte Schacht 4 ausschließlich der Seilfahrt und Bewetterung, später auch der Kohlenförderung dienen.
Jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg spielte Schacht 4 eine besondere Rolle und übernahm zusätzliche Funktionen,
da auf der Anlage 1/2/3 der Hauptförderschacht durch Kriegsschäden ausgefallen war. Nach Instandsetzung
des zerstörten Schachtes 3 im Jahre 1950, dem "Paul-Reusch-Schacht", erhielt Schacht 4 einen neuen Grubenlüfter.
Auch im Jahre 1956 wurde wieder vermehrt auf Schacht 4 zurückgegriffen, da Schacht 1 modernisiert wurde. Er diente nun vermehrt zur Seilfahrt und der Materialförderung
Am 1. Juli 1989 erfolgte der Zusammenschluß der Zeche "Osterfeld" mit der benachbarten Zeche "Lohberg" zum "Bergwerk Lohberg-Osterfeld"
und die Förderung wurde auf Lohberg 1/2 konzentriert. Im Oktober 1993 wurde der Schacht Osterfeld 4 verfüllt. Der Schachtturm steht seitdem auch unter Denkmalschutz.
Henrichshütte Hattingen
Die Henrichshütte wurde im Jahre 1854 gegründet. Beinahe 150 Jahre waren hier viele Tausende Arbeiter beschäftigt.
Ab dem Jahre 1987 wurde die Henrichshütte stillgelegt (1987 Hochofen 2 und 3 sowie das Walzwerk, 1993 Stahlwerk, 2003 Schmiede).
Heute wird das Hüttenwerk nach Teilabbruch als Museum betrieben.
Impressionen aus Duisburg
⚒ Glückauf! ⚒